Brief des Kreisverbandes Gartenfreunde Köln

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Brief Stadtentwicklungsausschuss 2016061
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Klimawandelgerechte Metropole Köln, Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW

  • Die Stadt Köln verfügt über ein besonderes gesamtstädtisches Grünsystem. Das in den 1920er Jahren konzipierte und in den folgenden Jahrzehnten ausgebaute Grünsystem erfüllt neben der Erholungsnutzung auch wichtige klimatische (Durchlüftung, Mikroklima) und ökologische Funktionen. Aus diesem Grunde ist es oberstes Ziel der Stadt- und Grünplanung, dieses System zu erhalten und dort, wo sich die Chance ergibt, auch weiter auszubauen.
  • Maßnahmen, die dem Klimawandel entgegenwirken, sollen bei allen städtebaulichen Planungen festgesetzt werden. Planungen sollten stadtklimatisch optimiert werden.
  • Kaltluft- und Frischluftschneisen sollen bei der zukünftigen baulichen Entwicklung erhalten und in ihrer Funktionsfähigkeit verbessert werden.
  • Die Grünflächen sollen erhalten und erweitert werden, um die Kaltluftzufuhr in die Stadt zu sichern und weiter zu steigern.

Kooperationsvereinbarung zwischen CDU, KreisverbandKöln/CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Kreisverband Köln/GRÜNE-Fraktion im Kölner Rat für die laufende Wahlperiode bis 2020

Klimafolgen abschätzen und verringern:

  • Die Ergebnisse der Studie „Klimawandelgerechte Metropole Köln“ (LANUV 2013) sind bei den Klimaschutzaktivitäten der Stadt Köln und bei allen klimarelevanten Entscheidungen, zum Beispiel beim Aufstellen und Ändern von Bauleitplänen und bei der Landschafts- und Verkehrsplanung, zu berücksichtigen.
  • CDU und GRÜNE fördern den Erhalt lebenswerter Veedel durch wohnortnahes Grün inklusive Schmuckbeeten und Brunnen, begrünten Plätzen und einer Verdichtung mit Augenmaß zur Vermeidung von „Wärmeinseln“ im Sommer.
  • CDU und GRÜNE fördern Urban Gardening, interkulturelle Gärten, den Anbau von regionalenNutzpflanzen, die Schrebergartenkultur, die Ausweisung von Streuobstwiesen und den Erhaltvon alten Kulturlandschaften.
  • Eine Bebauung von hochwertigen ökologischen Flächen, wie ausgewiesene Naturschutzgebiete, geschützte Landschaftsbestandteile und Naturdenkmäler, sowie von bestehenden Friedhofsflächen lehnen CDU und GRÜNE ab.

Wahlprogramm der CDU Köln zur Kommunalwahl 2014

4.6.1

  • Die Grüngürtel sind Kölns größte und wichtigste Freiflächen und müssen erhalten, gepflegt und geschützt werden. ... Die Kölner Grüngürtel sind die Frischluftversorgungsflächen für die Innenstadt.....
  • Die CDU Köln lehnt eine Bebauung in den Kölner Grüngürteln ab.

Ein Köln für Alle, Das Wahlprogramm der Köln SPD 2014-2020

  • Die SPD bekennt sich zum Kleingartenwesen. Kleingärten bieten Freizeitbeschäftigung und Erholung. Bei neuen Projekten der Wohnbebauung wollen wir sozial-ökologisch orientierte Kleingärten, Mietergärten sowie Urban Gardening fördern. Gemeinsam mit interessierten Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern wollen wir Projekte zum ökologischen Umbau von Kleingärten unterstützen. S 59

 

KölnSPD, Ratsreport 05.02.2015

Auf Initiative der SPD-Ratsfraktion hat der Rat heute Anpassungen zum Klimaschutz verabredet. Die durch
Oberbürgermeister Roters in Auftrag gegebene Studie „Klimawandelgerechte Metropole Köln“ zeigt klar auf,
dass es zukünftig deutlich wärmer wird und dass Wetterextreme zunehmen werden. Sieben Handlungsfelder
sind benannt und müssen bei stadtklimatischen Aspekten berücksichtigt werden: so z.B. die Bauleitplanung,
das Kanalsystem und die Gestaltung und Ausführung von Straßen- und Platzräumen.
Jochen Ott, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion und Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt
und Grün, hält neben dem Kampf gegen das Fortschreiten des Klimawandels, Taktiken zum Umgang mit den
Folgen für unerlässlich: „Um die Auswirkungen von Extremwetterereignissen wie Hitzewellen und Starkregen
in Köln zu mildern, müssen wir künftig stärker klimatische Auswirkungen bei unseren Planungen und Entscheidungen zur Gestaltung unserer Stadt berücksichtigen. Insbesondere dort wo uns bereits Problemlagen
bekannt sind, müssen wir schnell Maßnahmen ergreifen.“

 

 

Denkmalschutz

  • Die Gesamtanlage, bestehend aus Park- und Gartenflächen, sowie Spielplätzen steht unter der Nr. 427 in der Denkmalliste der Stadt Köln.
  • Der Kleingartenverein Flora e.V. entstand 1922 als Bestandteil des unter Konrad Adenauer neu angelegten Inneren Grüngürtels. Die Gärten zwischen Escherstraße und Mehrheimerstraße bilden dabei mit Sportplatz, Parkanlage (die „Kleine Alhambra“ genannt) und Kinderspielplatz einen zusammenhängenden Grünraum. Er ist die letzte noch vorhandene originale Grünraumplanung von Fritz Schumacher und Fritz Encke im gesamten Inneren Grüngürtel. Seiner Entstehung lagen sowohl Ideen einer breiten Strömung sozialen Denkens für Gesellschaft und Gemeinde, als auch neue Konzepte der Stadtplanung, der Landschaftsarchitektur und der Gartenästhetik zugrunde, die den hohen historischen und künstlerischen Wert der als Teil des Inneren Grüngürtels ausgewiesene Kulturlandschaften begründen.