Jahr des Kölner Grünsystems

Programm zum Kulturerbejahr 2018/2019 (European Cultural Heritage Year 2018/2019)
Stand: 5. April 2018
gruensystem.koeln - Ein Projekt der Bürgerinitiative Grüne Lunge Köln

1. Tagungsbausteine


1.4. Das Kölner Grünsystem. Entstehung und Entwicklung sowie Planvorhaben

Äußerer und Innerer Grüngürtel verbinden unterschiedliche Radialen miteinander. Dieses Grünnetz besteht aus Anlagen der Zeit vor dem 19. Jahrhundert bis solchen aus unseren Tagen. Der eigentliche Ursprung dieses urbanen Verknüpfungssystems geht auf die Planung des Städtebauers Fritz Schumacher und des damaligen Oberbürgermeisters Konrad Adenauer zurück. Der Grundstock wurde in den 1920er Jahren gelegt und bis heute fortgeführt. Das System ist eine weltweit einzigartige Anlage, die als Kulturwert noch viel zu wenig anerkannt ist und als Denkmal unantastbar sein sollte.


Referentin: Dr. Henriette Meynen/RVDL
Termin: Montag, 17.9.2018, 19.30 Uhr
Ort: Domforum


4. BUND


4.3. Die Kölner Weiher - Schätze für Mensch und Natur

Weiher in Grünanlagen wurden in früheren Zeiten überwiegend als ästhetisches Element eingebaut. In Zeiten, in denen Städter unter Hitzewelle in Sommern leiden und immer mehr Menschen auf engerem Raum mit weniger naturnahem Umfeld leben, gewinnen die Weiher eine noch höhere Wertigkeit. Warum die Weiher uns Kölnern und der Natur so viel geben, erfahren wir auf einer Exkursion um den halben Decksteiner Weiher.

 

Referentin: Jacqueline Langer
Termin: Dienstag, 24.7.2018, 18:30 bis ca. 20:00 Uhr
Veranstalter: BUND Kreisgruppe Köln
Treffpunkt: Decksteiner Weiher, Haus am See


6. BI Grüne Lunge Köln


6.1. Science-Green-Slam

Warum hat Noah die Zecken mit auf seine Arche genommen? Kann man Sauerstoff künstlich erzeugen? Ist es möglich, mit Balkonpflanzen den Klimawandel zu bekämpfen? Warum bindet ein Jahrzehnte lang brachliegender Boden mehr CO2 als ein Acker? Wie gefährlich ist der Fuchsbandwurm?

Dumme Fragen gibt es nicht - und unsere hochkarätigen Experten werden ihr Bestes geben, neugierigen Bürgern mit Rat und Tat beizustehen. Geplant sind „Slams“ zu den Themen kreative Städteplanung, Insektensterben, Klimawandel, ökologisch Gärtnern und Tiere in der Stadt. Nach dem Motto „Weniger ist mehr“ finden die kostenlosen Veranstaltungen in zwangloser Umgebung statt. Wir wünschen uns spannende Impulse und lebhafte Diskussionen. Eingeladen sind alle interessierten Bürger, aber auch Experten, die spontan mit ihrem Fachwissen weiterhelfen können. Denn fest steht immer nur das Thema. Wohin die Reise geht, bestimmen die Teilnehmer selbst.


6-teilige Reihe.
Termine: Dienstag, 16.10.2018, Dienstag, 20.11.2018, Dienstag, 19.2.2019, Dienstag, 19.3.2019 (weitere werden noch bekanntgegeben)
Ort: Vereinsheim Flora e.V./Bürgerinitiative Grüne Lunge Köln am Fußweg/Radweg Eingang Krüthstr. 1


6.2. Fahrradführung linksrheinischer Äußerer Grüngürtel - Rosenbeet, Felsengarten und Gartenschule

Während der linksrheinischen Fahrradführung werden dekorative Schmuckgärten, eine Gartenarbeitsschule sowie Sport- und Spielanlagen besichtigt. Ausgehend von der Parkanlage auf dem Zwischenwerk VIIIb in Marienburg, das noch wesentliche fortifikatorische Aufbauten zeigt, führt die Tour entlang des parallel der Militärringstraße gelegenen Radwegs im Grünen nach Lindenthal zum Fort Deckstein (Fort VI) mit seinem Felsengarten. In Müngersdorf besichtigen wir die von den Kölner Schulen noch stets für den Unterricht genutzte Freiluft- und Gartenarbeits-Schule (Freiluga) auf dem Zwischenwerk Va sowie in Bocklemünd ein Sportzentrum auf dem Fort IV.


Referent:  Dr. Martin Turck/Bürgerinitiative Grüne Lunge Köln
Termin: Samstag, 28.7.2018, 11:00 Uhr
Treffpunkt: KVB-Haltestelle Heinrich-Lübke-Ufer
Dauer: ca. 4 Std., Strecke: ca. 18 km
Gruppengröße: max. 12 Personen
Anmeldung: Martin.Turck@gmx.net


6.3. Führung durch den Inneren Grüngürtel von der Aachener bis zur Venloer Straße

Der Besichtigung eines in der unterirdischen Parkgarage der Kinder- und jugendpädagogischen Einrichtung der Stadt Köln freigelegten Teilstücks der ehemaligen Umwallung vor der Kölner Neustadt folgt ein Spaziergang durch den Inneren Grüngürtel von der Aachener bis zur Venloer Straße. Der ehemaligen Festungsring und die davor liegende freie Schussfläche (Rayon) waren in den 1920er Jahren Grundlage für die Anlage des Inneren Grüngürtels nach dem Entwurf des Städtebauers Fritz Schumacher und des Kölner Gartendirektors Fritz Encke. Erläuterungen zur gegenwärtigen Sanierung der in den 1950er Jahren veränderten Parkanlage.


Referent: Dr. Martin Turck/Bürgerinitiative Grüne Lunge Köln
Termin: Samstag, 11.8.2018, 14:00 Uhr
Treffpunkt: Aachener Str. 90-98 (Tor/Tiefgarage)
Dauer: ca. 3 Std., Strecke: ca. 10 km
Gruppengröße: max. 12 Personen
Anmeldung: Martin.Turck@gmx.net


6.4. Fahrradführung: Vom Preußenfort zum Park

Die Führung in Köln-Mülheim stellt zwei benachbart gelegene Gärten vor. Auf dem großen, weitgehend mit seinen Kasernenbauten erhaltenen Fort XI an der Piccoloministraße besichtigen wir eine parkartige Erholungsanlage mit Spielfeld. Der dekorative Schmuckgarten auf dem kleineren Zwischenwerk XIb an der Berliner/Cottbuser Straße war zu seiner Entstehungszeit in den 1920er Jahren eine der am aufwendigsten gestalteten und bepflanzten Anlagen mit verschiedenen Gartenpartien auf unterschiedlichen Niveauebenen. Heute erscheint dieses Kunstwerk in seinen Strukturen erhalten, während die ursprüngliche Pflanzenvielfalt verloren ist. Anschließend besichtigen wir das Gelände auf dem ehemaligen Fort XII in Stammheim. Diese in ihrer Gesamtheit übererdete Anlage entstand in den 1970er Jahren und ist ein interessantes Beispiel moderner Gartengestaltung.


Referent: Dr. Martin Turck/Bürgerinitiative Grüne Lunge Köln
Termin: Samstag, 15.9.2018, 11:00 Uhr
Treffpunkt: Bergisch Gladbacher Str./Ecke Genovevastr.
Dauer: ca. 3,5 Std., Strecke: ca. 12 km
Gruppengröße: max. 12 Personen
Anmeldung: Martin.Turck@gmx.net


6.5. Nutzgärten im Grünsystem. Die Kleingartenanlage des Flora e.V. in Nippes

Im nördlichen Inneren Grüngürtel in Nippes befindet sich die Kleingartenanlage des 1922 gegründeten Flora e.V. mit seinen über 320 Parzellen, die sich auf sechs Areale verteilen.
Als Bestandteil der Planungen des Städtebauers Fritz Schumacher ist die Kleingartenanlage mit den sie umgebenden Sport- und Ziergartenanlagen („Kleine Alhambra“) ein wichtiger Bestandteil der Kölner Geschichte nach dem Ersten Weltkrieg, der bis in die unmittelbare Gegenwart hinein wirkt. Zudem sind die Ideen Schumachers inzwischen auch Vorbild für Städtebauplanungen in anderen Ländern geworden.
Ziel der Führung ist es, genau dieses Zusammenspiel von Gestern, Heute und Morgen aufzudecken und anhand von Beispielen zu verdeutlichen.


Referenten: Thomas Schmidt und Beate Braun/Bürgerinitiative Grüne Lunge Köln
Termin: Samstag, 25.5.2019, 14:00 Uhr
Treffpunkt: Vereinsheim Flora e.V., am Fußweg/Radweg Eingang Krüthstr. 1


7. Grüngürtel für Alle


7.1. Bildungs-Aktionswoche StadtGrün nach den Sommerferien

Die Gleueler Wiese - ein Humboldtsches Forschungsabenteuer

 

Einladung an alle Grund-, Unter- und Mittelstufenschüler*innen Kölner Schulen zu einem Projektvormittag im Grüngürtel. Mit Block, Stift und Kamera und der Unterstützung durch eine Person des Vereins Querwaldein e.V. mit einigen weiteren Anregungen und Forschungsutensilien ...

Entdeckung und Aufzeichnung ökologischer Zusammenhänge im stadtnahen grünen Naturraum und ihrer Bedeutung für das Leben in einer wachsenden Millionenstadt.
Gruppengröße: max. 15-20, bzw. ein Klassenverband. In teilnehmenden Schulgruppen wird im Vorfeld ein Vorbereitungsreferat organisiert.
Ein besonders attraktiver Wanderpfad mit vielen Gelegenheiten für Beobachtung und Entdeckungen ist der etwa 1,8 km lange Saumpfad entlang des Waldes mit all seinen Nischen und Buchten. Wir begeben uns in ein Humboldt'sches Erforschungsabenteuer mit photographischer, zeichnerischer und schriftlicher Dokumentation im Kontext dichter großstädtischer Siedlung einerseits und des Naturparks Rheinland andererseits.


Unser Partner ist der Verein Querwaldein e.V. mit den ergänzenden praktischen Möglichkeiten seiner Referent*innen.
Termin: Projekttage vom 10.-15. September, 9:30-12:00 Uhr, abschließend offenes Mittagspicknick.
Ort: Gleueler Wiese, Treffpunkt am Waldparkplatz Geißbockheim


7.2. Im grünen wilden Osten - eine Entdeckungsradtour durch den rechtsrheinischen Grüngürtel

Der Kölner Grüngürtel bietet beeindruckende Stadtnatur, und das nicht nur auf der linksrheinischen Seite. Der Grüngürtel auf der „Schäl Sick“ ist zwar weniger bekannt und auch stärker fragmentiert als sein linksrheinisches Pendant, bietet dafür aber so manche Überraschung: Zwischen Verkehrsachsen und alter Industrie wartet ein besonderer Großstadtdschungel auf seine Entdeckung. Begeben Sie sich mit dem Weggefährten auf ein Radabenteuer in den wilden grünen Osten!


Referent: Michael Schulze/Bürgerinitiative Grüngürtel für Alle
Termin: Sonntag, 5.5.2019, 13:00 Uhr
Treffpunkt: vor dem Eingang zum Bezirksrathaus Mülheim, Wiener Platz 2a
Strecke: 27 km


7.3. „Im Westen viel Grünes“. Mit dem Fahrrad durch den Äußeren Grüngürtel in Köln

Raus ins Grüne mal ganz anders: Auf einer urbanen Radtour durch den Äußeren Grüngürtel im Westen Kölns von Rodenkirchen nach Niehl erleben wir die Großstadt Köln von ihrer grünen Seite: Wir durchqueren weitläufige Parks und große Felder, streifen kleine Seen, Felsengärten und Trümmerberge. Und zwischendurch blitzen immer wieder mal die Domspitzen durch. Diese ungewöhnlichen Perspektiven machen die Tour zu einem ganz besonderen Erlebnis. Zudem erfahren wir aktuelle Entwicklungen zum Kölner Grüngürtel, hören Geschichten und Anekdoten zur „Grünen Lunge“ Köln und lernen neben den bekannten Highlights auch verträumte, weniger bekannte Abschnitte des Grüngürtels kennen.


Referent: Michael Schulze/Bürgerinitiative Grüngürtel für Alle
Termin: Samstag, 21.7.2018, 12:00 Uhr
Treffpunkt: P&R-Parkplatz KVB-Stadtbahnhaltestelle Heinrich-Lübke-Ufer (KVB-Linien 16 und 17, Parkplätze auf dem P&R-Parkplatz vorhanden)
 Strecke: 36 km


8. Fortis Colonia


8.1. Fahrradführung: Vom Preußenfort zum Park

Die Führung in Köln-Mülheim stellt zwei benachbart gelegene Gärten vor. Auf dem großen, weitgehend mit seinen Kasernenbauten erhaltenen Fort XI an der Piccoloministraße besichtigen wir eine parkartige Erholungsanlage mit Spielfeld. Der dekorative Schmuckgarten auf dem kleineren Zwischenwerk XIb an der Berliner-/Cottbusser Straße war zu seiner Entstehungszeit in den 1920er Jahren eine der am aufwendigsten gestalteten und bepflanzten Anlagen mit verschiedenen Gartenpartien auf unterschiedlichen Niveauebenen. Heute erscheint dieses Kunstwerk in seinen Strukturen erhalten, während die ursprüngliche Pflanzenvielfalt verloren ist. Anschließend besichtigen wir das Gelände auf dem ehemaligen Fort XII in Stammheim. Diese in ihrer Gesamtheit übererdete Anlage entstand in den 1970er Jahren und ist ein interessantes Beispiel moderner Gartengestaltung.


Referent: Dr. Martin Turck/Fortis Colonia
Termin: Sonntag, 16.9.2018, 11:00 Uhr
Treffpunkt: Bergisch-Gladbacher-Str./Ecke Genovevastr.
Dauer: ca. 3,5 Std., Strecke: ca. 12 km
Gruppengröße: max. 12 Personen
Anmeldung: Martin.Turck@gmx.net


8.2. Ein grüner Bogen um Rodenkirchen

Ein Spaziergang um Rodenkirchens Süden und Westen. Festungswerke bestimmten die Lage des grünen Umfeldes von Rodenkirchen. Jedoch ist davon bis auf eine kleine Mulde im Forstbotanischen Garten wenig übriggeblieben. Welche Werke waren hier und warum und was ist an ihre Stelle getreten. Die Gestalt der Grünanlagen, zu denen ein Friedhof, das Friedenswäldchen und der Forstbotanische Garten gehören, wird in sachkundiger Weise erläutert.


Referenten: Thomas Hilker und Dirk Wolfrum/Fortis Colonia
Termin: Samstag, 27.10.2018, 13:00 Uhr
Treffpunkt: Auenweg/Unterer Weißer Weg


8.3. Der Nüssenberger Busch und seine Festungswerke

Der Nüssenberger Busch, ein altes Wäldchen nördlich der Siedlung Bocklemünd-Mengenich, wurde von den Preußen in den äußeren Festungsgürtel einbezogen und sie errichteten hier verschiedene Festungswerke, von denen die sogenannte Waldschule als Teil eines größeren Werkes erhalten ist. Von den übrigen bestehen noch Trümmerhaufen. Die Werke und ihre Lage werden erläutert, aber ganz besonders auch die Botanik und die ökologische Bedeutung des Waldes werden herausgestellt.

 

Referenten: Michael Hundt (Förster im Grünflächenamt) und Uwe Zinnow/Fortis Colonia
Termin: Samstag, 29.9.2018, 10:30 Uhr
Treffpunkt: Zwischenwerk IIIb


9. RVDL


9.1. Gestaltung einer Radiale

Der Lindenthaler Kanal und der Stadtwald zwischen dem Inneren und Äußeren Grüngürtel.
Während des Spaziergangs entlang der beiden Kanalabschnitte entlang der Clarenbach- und der Rautenbachstraße über deren Verschwenkung, dem Karl-Schwering-Platz, wird die stilistische und funktionale Gestaltung aus dem Jahr 1925 erläutert. Ihr architektonischer Stil der Reformkunst setzt sich gegenüber dem bereits vor 1900 angelegten Stadtwald im Stil des Historismus deutlich ab. Die vorgefundene zeitgemäße Fassung des Inneren Grüngürtels am Startpunkt des Aachener Weihers wird mit dem unterschiedlichen Erscheinungsbild am Endpunkt der Führung, d.h. am Rande des Äußeren Grüngürtels, verglichen. Diese schmucke und gut erhaltene Radiale stellt nicht nur die Verbindung zwischen den Grüngürteln dar, sondern schafft auch die Anknüpfung zum Friedhof Melaten und ist gleichzeitig eine Einladung für die Braunsfelder und Lindenthaler Bevölkerung, die unterschiedlichsten Räume des Kölner Grüns zu Erholungszwecken zu nutzen.


Referentin: Karla Krieger/RVDL
Termin: Sonntag, 14.10.2018, 14:00 Uhr


Treffpunkt: Clarenbachstr./Universitätsstr.


9.2. Das Gremberger Wäldchen

Das Gremberger Wäldchen, eine alte Mischwaldanlage mit einer wertvollen Bodenflora, wurde 1892 von der Stadt Köln erworben, um der Bevölkerung im Rechtsrheinischen einen nahen Erholungsraum im Grünen zu schaffen. Der damals verwilderte Wald wurde von der Stadt Köln saniert und Wege angelegt, zwei kleine Teiche entstanden. Das Forsthaus wurde zum beliebten Ausflugsziel der Kölner. Der nach dem Zweiten Weltkrieg erstellte Gedenkstandort für hier begrabene 74 sowjetische Soldaten wird auch thematisiert.


Referent: Dr. Alexander Kierdorf/RVDL
Termin: Samstag 13.4.2019, 15:00 Uhr
Treffpunkt: Roddergasse/Aggerstr.


9.3. Rundtour per Fahrrad durch innerstädtisches Grün links und rechts des Rheins

Wir radeln durch den Inneren Grüngürtel mit seiner abwechslungsreichen Vergangenheit und seiner interessanten Zukunft. So werden wir die noch erhaltenen preußischen Forts erkunden, die bereits ab den 1880er Jahren in sogenannte "Grüne Forts" umgestaltet und mit Grünanlagen versehen
wurden. Auch die hochaktuellen Pläne für die Fortsetzung des Inneren Grüngürtels von der
Luxemburger Straße über das derzeitige Großmarktgelände/Parkstadt Süd bis zum Friedenspark am Rhein werden auf dieser Tour thematisiert. Über die Südbrücke geht es an der Rheinkehlmauer am Deutzer Ufer entlang durch den Rheinpark bis zur Zoobrücke.
Veranstaltung in Kooperation mit Fortis Colonia e.V., RVDL und Bürgerinitiative Grüne Lunge Köln.
Zum Schluss ist eine Einkehr geplant. Die Strecke misst ca. 15 km, Dauer ca. 4 Std. Veranstalter ist Fortis Colonia e.V.


Referenten: Dirk Wolfrum, Ulrich Markert, Thomas Hilker, Dr. Martin Turck
Kontakt: Thomas Hilker/Amt für Landschaftspflege und Grünflächen, Tel. 0221/221-28070
Anmeldung: Ulrich Markert, Tel. 0221/2576094 oder mail: ulma-colon@t-online.de
Die Teilnahme ist kostenlos. Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen beschränkt. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Termin: Sonntag, 22.7.2018, 11:00 Uhr
Treffpunkt: wird bei Anmeldebestätigung bekannt gegeben


9.4. Der Westfriedhof

Der Westfriedhof, ein wichtiges Bindeglied in der damaligen gesamtstädtischen Grünplanung, geht auf städtische Überlegungen von 1909 zurück. Nach den Vorstellungen der städtischen Grünplaner Johannes Ibach und Theodor Nußbaum sollte hier eine regelmäßige Anlage mit umgebenden unregelmäßigen Waldpartien und einem farbenfrohen Eingangsbereich mit heimatlicher Flora entstehen. 1913 schrieb die Stadt einen reichsweiten Wettbewerb für die architektonische Fassung, dem Eingangsportal, dem Verwaltungsgebäude und der Aussegnungshalle aus. Karl Wach aus Düsseldorf, einer der am Wettbewerb Beteiligten, erhielt den Auftrag zur Ausführung des am 1. Oktober in Benutzung genommenen Friedhofs.


Referent: Dr. Ralf Beines/RVDL
Termin: Sonntag, 28.10.2018, 14:00 Uhr
Treffpunkt: Eingang an der Venloer Str.


9.5. Vom Arboretum zum Decksteiner Weiher

Eine ungewöhnliche Gehölzsammlung exotischer und seltener Art sowie Sträucher in lockerer Anordnung kennzeichnen den Abschnitt des Äußeren Grüngürtels zwischen der Köln-Frechen-Benzelrather Eisenbahnlinie und der Dürener Straße. Anschließend folgt südlich die volksparkartige vielbesuchte Grünzone um den Decksteiner Weiher mit der großzügig gegliederten Anlage von weiten Wiesen, der Kanalanlage, den Sportplätzen und Festungsrelikten, den begrenzenden Waldrändern bzw. auch dem ansteigenden stadtauswärtigen Gelände. Wie es zu diesen Anlagen kam, erfahren Sie während des Spaziergangs durch dieses ansprechende Parkgelände.


Referent: Alexander Hess/RVDL
Termin: Sonntag, 12.5.2019, 14:00 Uhr
Treffpunkt: Dürener Straße/Militärringstr. auf stadtauswärtiger Seite


9.6. Das Stadiongelände

Als erster Abschnitt des Äußeren Grüngürtels wurde am 16. September 1923 das 80 ha große Stadiongelände eingeweiht. Die verschiedenartigsten Sportanlagen wie eine Hauptkampfbahn, Hockey- und Tennisplätze, eine Radrennbahn und ein Schwimmbad waren eingebettet in ein grünes Umfeld und u.a. mit begrünten Zuschauerumwallungen ausgestattet. Das neu erstellte Stadiongelände war damals die ausgedehnteste Sportanlage Westeuropas und hatte Vorbildcharakter für andere deutsche Städte. 1926–1928 schuf Adolf Abel die heute das Entrée noch kennzeichnenden Erweiterungsbauten. Nach dem Abbruch der Hauptkampfbahn wurde 1975 ein Neubau eingeweiht. Es folgte 2004 nach einem Umbau die Eröffnung des RheinEnergie-Stadions. Seit 1960 befindet sich die Sporthochschule im anliegenden westlichen bewaldeten Randbereich. Während des Rundgangs über das Gelände lernen Sie dieses grüne Stadion und seine Entwicklung kennen.

 

Referent: Dr. Marion Grams-Thieme/RVDL
Termin: Freitag, 31.8.2018, 15:00 Uhr
Treffpunkt: Hauptzugang, Höhe Franz-Schröder-Weg


9.7. Die grüne Lunge von Sülz

Wie ein Grünkeil dringt seit Mitte der 1920er Jahre ein schmaler Grünstreifen in den Stadtteil Sülz. An der Neuenhöfer Allee verbreitert er sich zum Beethovenpark, der wiederum in den Äußeren Grüngürtel übergeht und zwar in Nähe des Decksteiner Weihers, des „Sülzer Lidos“. Befand sich einst anstelle des „Volksparks Sülz“ umfangreiches Kiesgrubengelände, so erstreckt sich hier eine geometrische Zieranlage, ein Sportplatz, ein bewaldeter Hügel und eine offene „Volkswiese“. Auf dem Weg vom Sülzgürtel zum Decksteiner Weiher erfahren Sie vieles über die Gestaltung dieses Grünbereichs, wie es dazu kam und wie sich diese viel genutzte grüne Lunge weiter entwickelte.


Referent: Dipl. Geogr. Alexander Hess/RVDL
Sonntag 23. 9. 2018, 11:00 Uhr
Treffpunkt: Hollerather Str./Mommsenstr.
ÖPNV: Stadtbahnlinie 13 Haltestelle Euskirchener Straße oder Stadtbahnlinie 9 Haltestelle Zülpicher Str./Gürtel und kleiner Fußweg


10. Initiative Stadtoasen


10.1. Der Sachsenring

Ende des 19. Jahrhunderts gestaltete Adolf Kowallek den Sachsenring im Zuge des Ringstraßenbaus der Kölner Neustadt zu einem parkartigen Straßenabschnitt entlang eines erhaltenen mittelalterlichen Mauerteils. Die einstige Pracht dieser Grünanlage ist inzwischen verändert und reduziert. Die Initiative Stadtoasen hat daher einen Plan entlang dieses Teils des Sachsenrings für eine erneut wertgeschätzte grüne Erholungsanlage ausgearbeitet. Diese zukünftige kleine grüne Lunge könnte - verbunden über die Kleingedankstraße mit dem Volksgarten - die südliche Radiale des Grünsystems abschließen. Während und nach der Führung bildet dieser Aspekt der Erweiterung des Kölner Parknetzes in Richtung Innenstadt eine Diskussionsgrundlage.


Referentinnen: Dr. Henriette Meynen, Barbara Naraghi/Initiative Sachsenring
Termin: Sonntag, 4.11.2018, 13:00 Uhr
Treffpunkt: Kartäuserwall/Am Trutzenberg


11. Freundes- und Förderkreis zur Vollendung des Äußeren Grüngürtels


11.1. Fahrradführung: Von Domblick zu Domblick - eine Verbindung vom Landschaftspark Belvedere über den Landschaftspark Lövenicher Feld zur Glessener Höhe

Mit einer Radfahrt vom Landschaftspark Belvedere, der ein Bürgerprojekt zur Regionale 2010 im Äußeren Grüngürtel war, wollen wir die Verbindung zum driten Grüngürtel um Köln - hier die Glessener Höhe - erleben. Der Landschaftspark Lövenicher Feld liegt zwischen den Kölner Ortsteilen Lövenich und Widdersdorf und verbindet den Äußeren Grüngürtel mit dem Freiraum der Börde vor dem Königsdorfer Wald und der künstlich angeschütteten Glessener Höhe. Unterwegs werden wir die verschiedenen Domblicke sehen.


Referent: N.N.
Veranstalter: Freundes- und Förderkreis zur Vollendung des Äußeren Grüngürtels  
Termin:  Sa. 25.8.2018, 14:00-18:00 Uhr
Treffpunkt: Müngersdorf, Gründungseiche am Georg-Mendel-Ring/Lindenweg


11.2. Fahrradführung: Vom Bahnhof Belvedere und seinem schönen Landschaftsgarten zum Landschaftspark Belvedere

Eine Radfahrt durch den Landschaftspark Belvedere, der als Bürgerprojekt zur Regionale 2010 den Äußeren Grüngürtel seit langer Zeit um eine bedeutende Fläche erweiterte. Vor Ort erzählen wir die Geschichte des Freundes- und Förderkreis Landschaftspark Belvedere, der sich 2004 gegründet hat. Wir treffen auf Imker, die ihre Bienen im Landschaftspark Belvedere fliegen lassen und den leckeren Belvedere-Honig ernten. Zum Abschluss schauen wir uns den besonderen Landschaftspark am Bahnhof Belvedere an und treffen auf engagierte Menschen, die sich für den Bahnhof Belvedere einsetzen. Dieser Bahnhof ist ein Baudenkmal von nationaler Bedeutung.

Veranstalter: Freundes- und Förderkreis zur Vollendung des Äußeren Grüngürtels und Förderkreis Bahnhof Belvedere e.V.
Termin: September 2018, Samstag 1.9 / Sonntag 2.9. / Samstag 8.9. / Sonntag 9.9. / Samstag 14.9. / Sonntag 15.9. 2018, 15:00–18:00 Uhr
(nach Absprache mit dem Orgateam, freie Terminwahl).
Treffpunkt: Müngersdorf, Gründungseiche am Georg-Mendel-Ring/Lindenweg


12. Anwohnerinitiative Colonia ELF

Workshop 4. Baustufe Nord-Süd-Stadtbahn
Ein wichtiger Aspekt bei der Verlängerung der Nord-Süd-Stadtbahn vom Verteilerkreis Köln-Süd bis Meschenich ist die Trasse, auf der sie einmal den Verteilerkreis, den Grüngürtel und die A4 queren wird. Wir halten einen Gesamtblick für sinnvoll: vom Straßenverkehr am Autobahnkreuz, über den Verteilerkreis Köln-Süd bis zu einer dringend erforderlichen Radwege-Verbindung zwischen Rondorf-Hochkirchen und Raderthal. Die Eingriffe in den Grüngürtel sollten dabei, wenn überhaupt, so gering wie möglich gehalten werden. Die Stadt Köln und die KVB weichen konkreten Vorschlägen seit Jahren aus und lehnten 2016 auch die Teilnahme an vorausschauenden Stadt/Experten/Bürger-Workshops ab. Der Klügere gibt nach, aber nicht auf, und deshalb laden wir nun ein:


Workshop mit einem einleitenden Vortrag und einer Führung vor Ort
Termin: 36.-38. KW 2018
Ort: wird noch bekanntgegeben


13. Bürgerinteressengemeinschaft Weiden e.V.


13.1. Der Bahnhof Belvedere

Der Bahnhof Belvedere ist das älteste in Originalgestalt erhaltene Stationsgebäude in Deutschland und eines der seltenen Beispiele für einen Ausflugsbahnhof zum Vergnügen des Publikums. Dieser Sondertypus ist auf die Frühzeit der Eisenbahngeschichte beschränkt, in der eine Bahnfahrt mit 40km/h eine aufregend neue Erfahrung darstellte. Darüber hinaus bildet der weitgehend authentisch erhaltene Bahnhof ein hochrangiges Bau- und Gartendenkmalensemble des Klassizismus, das in besonderer Weise den Geist des frühen 19. Jahrhunderts bewahrt. Er bildete die erste Station der weltweit ersten, Ländergrenzen überschreitenden Eisenbahnverbindung  Köln – Aachen – Lüttich – Antwerpen, der Urstrecke des „Eisernen Rheins“ zur Anbindung des Rheinlands an einen Seehafen. Der zwischen 1838 und 1843 in einer Kooperation zwischen dem belgischen Staat und der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft, einer Aktiengesellschaft, errichtete Schienenweg war ein frühes westeuropäisches Infrastrukturprojekt zur Förderung des Freihandels, mit dem die Entwicklung Kölns zum Verkehrskreuz des Westens ihren Anfang nahm.
Vom erhöht auf einer Terrassenstufe des Rheintals, im rechten Winkel zu den Gleisen stehenden Gebäude bot sich allseits eine schöne Aussicht (Belvedere) auf die Stadt Köln und das agrarisch geprägte Umland mit den Abteien Brauweiler und Knechtsteden. Die Topographie inspirierte nicht nur die Entwurfsidee der Anlage, sondern wurde auch namensgebend. An der Westseite griff das Gebäude in dreifacher Stufung mit einem zweigeschossigen Treppenhaus, einer eingeschossigen offenen Loggia und einer von Platanen mit Dachschnitt beschatteten Gartenterrasse in den dreizonigen Landschaftsgarten aus. Bau und Garten sind integrale Bestandteile eines Ensembles, das einen vergnüglichen Aufenthalt in einer abwechslungsreich inszenierten idyllischen Natur bot. Der Architekturentwurf geht auf Baubeamte der Preußischen Regierung zurück, die zum Dienst bei der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft freigestellt waren. Der Garten ist eine Planung des Landschaftsarchitekten und Kölner Gartendirektors Jacob Greiss.  
Termine: 15.7.2018, 5.8.2018, 2.9.2018, 7.10.2018, 7.4.2019, 2.6.2019, 7.7.2019.


Referenten: Sebastian Engelhardt, Elisabeth Maria Spiegel, Annette Heusch-Altenstein, Bürgerinteressengemeinschaft Weiden e.V.
Treffpunkt: Bahnhof Belvedere, Belvederestr. 147
ÖPNV: Stadtbahnlinie 1, Haltestelle Alter Militärring, umsteigen in den Bus 144, Haltestelle Kämpchensweg


14. Die Freiluga und das Rheintalprofil

Die denkmalgeschützte Freiluga mit dem Zwischenwerk Va gehört zu den 27 Bereichen, die zunächst als isolierte grüne gestaltete Inseln in den Jahren 1923-1925 innerhalb des damals noch zukünftigen Äußeren Grüngürtels angelegt wurden. Diese von Fritz Encke geplante Freiluft- und Gartenschule liegt auf der fruchtbaren lössbedeckten Mittelterrasse nahe der Mittelterrassenkante in Köln-Müngersdorf, die 2015 als zu schützendes Geotop in die Liste der Bodendenkmäler eingetragen wurde. Im Erschließungsgang des Zwischenwerks stellt ein Schaukasten aus dem Jahr 1932 das Rheintalprofil der Kölner Bucht vom Bergischen Land bis zur Ville als Ost-West-Längsschnitt mit originalen Gesteinsmaterial dar. Während der Führung wird dieses Profil sowie die Gesamtanlage und die benachbarte Streuobstwiese, die nördlich an den Landschaftspark Belvedere anschließt, erläutert.


Referentin: Angelika Burauen/Förderverein Freiluga e.V.
Termin: Samstag, 22.9.2018, 14:00 Uhr
Treffpunkt: Belvederestr. 159 (Eingang Freiluga)


15. Die Schatten der NS-Vergangenheit im Äußeren Grüngürtel

Führung zum ehemaligen Deportationslager in Köln-Müngersdorf
Ein großer und dennoch relativ unscheinbarer Findling mit Metallinschrift erinnert am Walter-Binder-Weg in Köln-Müngersdorf an das Deportationslager, das die Nazis dort errichtet hatten. Tausende Juden aus Köln und Umgebung wurden hier gefangen gehalten, bevor sie in die Vernichtungslager deportiert wurden. Das Lager bestand aus zwei Teilen, dem preußischen Fort V und einem eigens dafür errichteten Barackenlager. Während wir das Umfeld erläutern, führen wir Sie zu dem historischen Ort, berichten über die Geschehnisse in der Zeit von 1941 bis 1945 und erläutern die Planungen des Bürgervereins Köln-Müngersdorf für einen würdevolleren Gedenkort an dieser Stelle.


Referenten: Hildegard Jahn-Schnelle und Kurt Schlechtriemen, Bürgerverein Köln-Müngersdorf e.V.
Termin: Sonntag, 5.8.2018, 16:00 Uhr
Treffpunkt: Ecke Aachener Str./Walter-Binder-Weg gegenüber der Haltestelle der Linie 1 am RheinEnergie-Stadion


17. Der Blücherpark, die Mitte der nordwestlichen Radiale

Am 9.12.1910 stimmte die Kölner Stadtverordnetenversammlung über einen neuen Fluchtlinienplan, Köln-Ehrenfeld betreffend, ab, dessen Herzstück der von Fritz Encke entworfene Blücherpark war. Der Stadtverordnete und Künstler Carl Moritz freute sich über die „so schöne und großzügige Anlage“ und führte weiter aus: „Sie lehnt sich in vortrefflicher Weise an die Vorbilder der Barockzeit an und wird in Cöln ein Gebilde schaffen, das wir in den großen übrigen Parks noch nicht kennen. Es wird eine Großzügigkeit und Einfachheit haben und dabei zugleich auch alle praktischen Bedürfnisse der Bevölkerung in der prägnantesten Form befriedigen.“ Was den am 1. Juli 1913 „dem Verkehr übergebenen“ Blücherpark zu einem in Ansätzen „barocken“ Volkspark macht und was seit 1910 bis heute im und um den Blücherpark geschah, darüber plaudert der Blücherpark-Chronist und -Autor Reinhold Kruse während eines kurzweiligen Spaziergangs durch die Anlage.


Referent: Reinhold Kruse
Termin: Samstag, 1.9.2018, 15:00 Uhr
Treffpunkt: Eingang am Parkgürtel/Ecke Autobahn


18. Der Südfriedhof

1901 wurde der Südfriedhof, vom städtischen Gartenbaudirektor Adolf Kowallek im englischen Landschaftsgartenstil angelegt, nach fünfjähriger Planungs- und Bauzeit eröffnet. Ursprünglich nur als "Entlastungsfriedhof" und Übergangslösung vorgesehen, entwickelte er sich in den fast 120 Jahren seines Bestehens und nach mehrmaliger Erweiterung zu Kölns flächenmäßig größtem Friedhof - und zu einem wichtigen Bestandteil des Kölner Grüns im System der Grüngürtel und radialen Grünzüge. Mit Gitarre und Gesang durch diesen "Park für die Toten" zu spazieren, mag auf den ersten Blick verwundern. Wenn es aber darum geht, mit Liedern und Gedichten an Menschen zu erinnern, die durch ihre Werke "unsterblich" geworden und bis heute in der kölschen Kultur fest verankert sind, macht das Ganze durchaus Sinn.
 2014 erhielt Günter Schwanenberg den renommierten Severinsbürgerpreis für seine Verdienste um die kölnische Sprache, Kultur, Kunst und das kölsche Brauchtum.

 

Referent: Günter Schwanenberg
Termin: Samstag, 20.10.2018, 15:00 Uhr
Treffpunkt: Eingang Höninger Platz


19. Der Friedhof Melaten

Der Friedhof Melaten ist ein Dokument der Kölner Geistesgeschichte. Grabstätten von Persönlichkeiten der letzten beiden Jahrhunderte befinden sich hier. Aber auch schon die Anlage des Friedhofs an sich ist etwas Besonderes. Auf dem gut 40 ha großen Gelände steht u.a. eine Kirche, deren Ursprung bis 1246 reicht. Die Anlage an sich bildet einen bedeutenden ökologischen Bestandteil inmitten der Kölner Stadtlandschaft. Bäume und Sträucher unterschiedlichster Art sowie eine reiche Fauna tragen dazu bei. Mit dem Karl-Schwering-Platz und somit dem Lindenthaler Kanal verbunden, gehört der Melatenfriedhof obendrein zum einzigartigen Kölner Grünsystem, weshalb frische Luft von außerhalb Kölns bis hierhin gelangen kann.


Referent: Günter Leitner/Köln-Blick
Termin: 10.11.2018, 14:00 Uhr
Treffpunkt: Eingang Piusstr.


20.1. Nutzgärten im Grünsystem. Kleingärten in Sülz mit dem Zugang Hermeskeiler Straße

Auf dem Gelände einer Ringofenziegelei südwestlich des Äußeren Grüngürtels in Sülz entstand nach den Planungen des Städtebauers Fritz Schumacher in den 1920er Jahren eine große Kleingartenanlage, die heute von 500 Pächtern des KGV Lindenthal e.V. und des KGV Kletterrose e.V. genutzt wird. Sie wurde als Bindeglied zwischen niedriger Sülzer Bebauung, dem Beethovenpark und der direkt angrenzenden Volksparkanlage Grüngürtel konzipiert. Bis heute sind unter den Pächtern aufgrund der guten Anbindung durch den ÖPNV (Bus Deckstein zum Neumarkt und Straßenbahn Sülz-Stadtmitte-Königsforst) auch viele Innenstadtbewohner vertreten, die gerne auch von hier aus den Grüngürtel nutzen. Zwar handelt es sich hier um eine gewöhnliche Anlage, aber dennoch kennzeichnet ihre Gliederung mit den Haupt- und Nebenwegen, ihre Einbindung in die Umgebung sowie die Anordnung und Art der Gartenhäuser ihre Geschichte. Außer dem Einblick in einzelne gärtnerische Anlagen wird als eine Besonderheit der kleine Hügel inmitten der Kleingärten gezeigt. Hier befand sich früher der „Sülzer Kinderzoo“, der inzwischen zum Naturlehrpfad umgenutzt wurde.


Referent: Dr. Utz Ingo Küpper
Termin: Sonntag, 19.8.2018
Treffpunkt: Hermeskeiler Str.


20.2. Nutzgärten im Grünsystem. Kleingärten in Köln-Klettenberg

In unmittelbarer Nachbarschaft des Komarhofes liegt der etwa ein Dreieck bildende Bereich des Kleingärtnervereins Köln-Klettenberg e.V. Nach Osten bildet die Eisenbahnlinie und zum Südwesten ein Wiesenstreifen entlang der Militärringstraße seine Begrenzung. Nach dem Ersten Weltkrieg ergriff der katholische Arbeiterverein der Kirchengemeinde St. Nikolaus in Köln-Sülz die Initiative, Nutzgärten für die ärmere Bevölkerung zu schaffen. 1923 entstand daraus der oben genannte gemeinnützige Kleingärtnerverein mit seinen Pachtgärten auf dem Gelände des Komarhofes. Von den einst 900 Gärten bestehen heute dort nur noch 465 Anlagen in einer Größe von je 300 Quadratmetern. Die Pächter sind heute Bürger, die im Einzugsbereichs der Kleingartenanlage wohnen. Während der Führung lernen Sie die Anlage mit ihren vielen Zugängen und der gewachsenen Grundstruktur sowie den vielfältigen Gartenanlagen kennen. Eine Diskussion im oder vor dem Vereinshaus bildet den Abschluss der Besichtigung.


Referent: Manfred Sabow
Termin: Samstag, 18.8.2018, 14:00 Uhr
Treffpunkt: Eingang zum Kleingartenverein Geisbergstraße oder Unterer Komarweg


21. Der Fritz-Encke-Volkspark

Der Volkspark Raderthal entstand vor 95 Jahren nach dem zukunftsweisenden Konzept des damaligen Kölner Gartendirektors Fritz Encke und wurde ihm zu Ehren 2004 in Fritz-Encke-Volkspark umbenannt. Auf dem Gelände eines preußischen Pulvermagazins wurde der Park mit seiner großen Volkswiese angelegt und die vier Ringwälle zu Sandspielplätzen, Reigenplatz und Leseplatz umfunktioniert. Naturtheater, Kinderspielplatz mit Plantschweiher und Schmuckgärten rundeten das Angebot zur individuellen Freizeitgestaltung ab. Ende der 1940er Jahre wurde der Park mit einer Siedlung für die britische Besatzungsmacht überbaut und Ende der 1970er Jahre ein Teil der Schmuckgärten zur Bebauung freigegeben. Der Fritz-Encke-Volkspark gliedert sich in das über die komplette Stadt reichende Grünsystem ein und bildet vom Äußeren Grüngürtel eine Radiale, die sich stadteinwärts im Vorgebirgspark und Volksgarten fortsetzt.


Referentin: Prof. Dr. Petra Sophia Zimmermann
Termin: Samstag, 6.10.2018, 11:00 Uhr
Treffpunkt: Kardorfer Str., Höhe Bundeswehrfachschule